Phoniatrie & Pädaudiologie

Neben dem klassischen Spektrum der Kinder- und Erwachsenen-HNO bieten wir Ihnen in unserer Praxis auch eine Spezialsprechstunde „Phoniatrie und Pädaudiologie“ an. Nach Voruntersuchung in unserer allgemeinen HNO-Sprechstunde erfolgt in dieser Sprechstunde die eingehende Abklärung von Stimm-, Sprach- und kindlichen Hörstörungen. Hierzu zählen insbesondere die Abklärung einer Sprachentwicklungstörung und – falls notwendig – die Einleitung einer logopädischen Behandlung.

Pädaudiologie

Neugeborenen Hörscreening

Bereits bei Neugeborenen und Kleinkindern kann in wenigen Sekunden ein automatisierter Hörtest durchgeführt werden. Hierzu wird ein kleiner Stöpsel in das Ohr des Kindes eingeführt, mit dessen Hilfe die sogenannten otoakustischen Emissionen (OAE) bestimmt werden. Sind diese nachweisbar, kann eine angeborene mittel- bis hochgradige Hörstörung ausgeschlossen werden.

Sprachentwicklungsverzögerung

Die sprachliche Entwicklung von Kindern unterliegt einer Schwankungsbreite, so dass häufig Unsicherheit besteht, ob eine Verzögerung der Sprachentwicklung krankhaft ist oder noch im normalen Bereich liegt. Eine häufige Ursache für eine Sprachentwicklungsstörung ist die längerfristige Beeinträchtigung des kindlichen Hörvermögens durch Paukenergüsse.

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)

Falls keine Störungen des peripheren Hörvermögens z.B. durch einen Paukenerguß oder eine Innenohrschwerhörigkeit vorliegt, kann auch eine sogenannte zentral auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung ursächlich für Schwierigkeiten beim Hören von Sprache bei Störgeräuschen oder ungünstigen Hörsituationen sein.

Phoniatrie

Stimmstörungen

Neben des typischen Symptoms der Heiserkeit kann eine gestörte Stimme auch durch Missempfindungen im Kehlkopfbereich, Räusperzwang oder eingeschränkte stimmliche Belastbarkeit auffallen. Dabei muss nicht zwingend eine sichtbare Veränderung am Kehlkopf sichtbar sein. Insbesondere Personen mit stimmintensiven Berufen können eine sog. funktionelle Stimmstörung entwickeln.

Schluckstörungen

Zur Beurteilung von Schluckstörungen führen wir neben der klassischen HNO-ärztlichen Kehlkopfendoskopie einen Schlucktest unter Beobachtung mit einem flexiblen Endoskop (FEES) durch. Hierzu wird eine angedickte Flüssigkeit geschluckt, während der Schluckakt über ein flexibles Endoskop durch die Nase beobachtet und ggf. als Video aufgezeichnet wird.

Diagnostik und Therapie von refluxbedingten Beschwerden im HNO-Bereich

Räusperzwang, Verschleimung im Rachen, unerklärter Hustenreiz, wiederkehrende Heiserkeit sowie ein störendes Kloßgefühl können Symptome eines sogenannten „Laryngopharyngealen Refluxes (LPR)“ sein. Dieses Krankheitsbild wird auch „Extraösophageale Refluxerkrankung“ oder „Stiller Reflux“ genannt, da bei den betroffenen Patienten meist eine Beteiligung der Speiseröhre mit Sodbrennen fehlt! Dies erklärt zum Beispiel, warum häufig vorangegangene Untersuchungen der Speiseröhre (ÖGD, „Magenspiegelung“) einen unauffälligen Befund gezeigt haben.

Wir bieten Ihnen neben der endoskopischen Kehlkopfspiegelung (Lupenlaryngoskopie, flexible Videoendoskopie) und der Fragebogenevaluation (Reflux-Finding-Score) auch die Durchführung einer oropharyngealen 24h-pH-Metrie, ein Messverfahren zur Bestimmung des pH-Wertes im Rachen, an.

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